Nabenschaltung Alfine 8-Gang vs. Alfine 11 Gang

Donnerstag 02 August 2012 um 18:51

Für die täglichen Fahrten in der Stadt, dem Weg zur Arbeit oder eine Tour zur Ostsee kann man ein Rennrad in der Regel nicht gebrauchen. Man benötigt ein Trecking-Rad (früher nannte man es Tourenrad), dass so ausgestattet ist, dass es nicht nur für alle Wetterverhältnisse geeignet ist, sondern möglichst auch für alle Jahreszeiten, für den Tag und auch bei Dunkelheit und natürlich sollte man es auch überall stehen lassen können, ohne das irgendwelche Teile, oder gar das ganze Fahrrad fehlt. Ein Treckingrad hat deshalb normalerweise keine Schnellspanner, breitere Reifen, einen bequemeren Sattel für eine aufrechte Sitzposition. Und natürlich Schutzbleche, Kettenschutz, festes Licht und einen Gepäckträger. Was so ein Gebrauchsrad halt so alles haben sollte. So weit so gut. Bei der Schaltung scheiden sich dann die Geister.

Die meisten Trecking-Räder werden mit eine Kettenschaltung geliefert. Das ist sinnvoll, denn die Gangabstufungen, die eine Kettenschaltung bietet kann man auf längeren Touren, insbesondere bei Fahrten mit Gepäck, gut nutzen. Aber bei den täglichen Wegen in der Stadt? Oder auch wenn es nur mal eine längere Tour ist? Braucht man die Abstufung mit 27 Gängen wirklich? Oder ist es da nicht sinnvoll eine Nabenschaltung einzusetzen?

Das war auch die Frage die ich mir vor einigen Jahren stellte, als es daran ging ein neues Rad für solch einen täglichen Gebrauch zu erwerben. Dabei hatte ich einen relativ harten Winter mit viel Schnee und Regen in Erinnerung, in dem ich nicht nur mein eigenen Rad pflegen musste. Daher lag der Focus zu diesem Zeitpunkt eher bei einer Schaltung, die einfacher oder bestenfalls fast überhaupt nicht gepflegt werden muss. Außerdem stellte ich fest, dass ich bei 95 % Prozent meiner Wege die 27 Gänge nicht benötigte. In der Regel habe ich in der Stadt beim Gangwechsel ohnehin immer zwei Gänge geschaltet.

Und so landete ich bei einem Rad mit einer Alfine 8-Gang Nabenschaltung, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange im Markt war und mir als das Premium-Model von Shimano gepriesen wurde. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich habe die Nabe jetzt einige Jahre gefahren. Die Pflege beschränkte sich auf die Reinigung des Schaltwerks und einer Inspektion mit neuer Fettung. Ich habe einige Ketten darauf verschliessen und einen Zahnkranz habe ich herunter gefahren.

Insgesamt lag der Kostenaufwand für Pflege erheblich niedriger als bei einer Kettenschaltung. Und auch die 8 Gänge reichen völlig. Ich habe mit dem Rad auch Fahrten nach Holland und zur Ostsee unternommen und es nie bereut. Die Nabe war steht zuverlässig.

Fährt man erstmal mit einer Nabenschaltung schaut man sich auch die anderen Nabenschaltungen an. Allen voran die Rohloff-Speedhub. Aber die ist mir zu teuer. Es gibt aber genügend Leute die darauf schwören.

Als dann eine neue 11-Gang Alfine Schaltung vorgestellt wurde, fand ich diese viel interessanter. Und so habe ich stets im Auge gehabt bei einem Rad auf diese 11-Gang Nabe umzusteigen.

Und so ergab es sich, dass ein Freund von mir in einem neuen E-Bike dass er erstanden hatte lieber eine Kettenschaltung haben wollte und ich so in den Genuss einer 11-Gang Alfine zu einem fairen Preis kam.

Diese habe ich jetzt eingebaut und werde sie mal so ca. 500 km fahren und dann ein erstes Urteil dazu abgeben, ob sich der Umstieg gelohnt hat.

Best Regards ;-)

Ein Kommentar

Markus

Markus - 04-06-’14 22:21

Hallo Andreas,
ich plane demnächst mir ein neues Rad zu kaufen und denke darüber nach mir die Alfine 8-Gang zu kaufen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Afline mit Gepäck bei leichten Hügelfahrten überfordert ist. Was meinst du dazu? Welches Kettenblatt und welches Alfine Ritzel hast du verbaut?

Gruß,
Markus

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