Schade, Schade, wann merken diese Leute was sie diesem Sport antun

Dienstag 17 Juli 2012 um 22:37

@Michael

Nein, ein direkten Draht zur Tour habe ich natürlich nicht, aber spannend wäre es schon ;-) Viele schauen die Tour de France, weil sie spektakuläre Bilder sehen wollen, Fahrer, die unglaubliche Anstrengungen leisten und unglaubliche Berge hochfahren, oder Sprinter die wie Rennpferde unglaubliche Endgeschwindigkeiten im Zielsprint erreichen. Das ist toll, das ist spannend, und für jeden, der selbst Rad fährt, gibt es die Möglichkeit dieses Feeling auch zu spüren. Das geht mir genau so. Andere schauen es gern im TV weil sie wunderschöne Bilder Frankreichs sehen, mit Schlössern und Burgen, herrlichen Bergen, wunderschöne Landschaften halt. Das finde ich auch wunderschön. Aber über alle diese Dinge hinaus sehe ich dort 20 Teams, Radfahrer unterschiedlichster Nationalitäten, die mit Teamgeist und Aufopferung für ein Ziel kämpfen dieses zu erreichen. Und die Ziele sind durchaus sehr unterschiedlich. Einige wollen den Gesamtsieger stellen oder zumindest mit unter die ersten fünf, andere wollen Etappen gewinnen, andere wieder wollen in den Bergen glänzen, aber alle nehmen in den drei Wochen an den gleichen Etappen teil. Und die Ziele verändern sich ständig. Das zu erkennen, einzuschätzen, zu analysieren macht mir einen unheimlichen Spass. Ich schaue mir also im Frühjahr schon die Fahrer und die Teams an. Ich schaue mir die Etappen an und ich schaue wie die Teams zusammengestellt werden. Und dann geht die Tour los und jetzt kommt alles in Bewegung und verändert sich von Tag zu Tag. Irsinnig spannend! Und das habe ich in den vergangen Jahren schon genau beobachtet und mir meine Gedanken gemacht. Anfangs lag ich häufig ziemlich daneben. Aber mittlerweile merke ich, dass ich mit meinen Einschätzungen immer besser werde. Und das macht Spass ;-) Ich freue mich, dass Du so begeistert bist. Eine Woche haben wir noch, und die wird sehr spannend. 

Ich denke, man kann meine Begeisterung spüren, aber an den Ruhetagen bin ich mit meiner Begeisterung immer ein wenig vorsichtig, weil das auch die Tage sind, an denen die Sportmagazine gern eine Bombe platzen lassen. Und leider haben wir in diesem Jahr wieder so eine Bombe!

Es ist klar, im Radsport wird, wie in anderen Profisportarten auch, viel Geld verdient. Und am meisten verdienen die Besten. Wenn man nicht zu den Besten gehört ist Radfahren sicherlich ein hartes Brot. Die Verletzungsgefahr ist groß, die Anstrengungen und das was man seinem Körper antut, sehr hart. Das Salär dafür meist eher so, dass man davon ganz gut leben kann, aber so viel verdienen, dass man mit 40 Jahren ausgesorgt hat, tun die wenigsten.

Das jemand, der in der Weltspitze mitfährt, nötig hat, unlautere Mittel einzusetzen ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber wir sehen, leider im Radsport gehäuft, dass es immer wieder solche Individuen gibt. Ich halte es da mit Jens Vogt. Auf den Scheiterhaufen mit Ihnen!!!!

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