6. Etappe - von Epernay nach Metz

Freitag 06 Juli 2012 um 07:21

Auch heute ist wieder ein Tag der Sprinter. Danach ist erst einmal Schluss für die Männer mit den schnellen Beinen. Die nächste Flachetappe gibt es dann erst wieder am 14.07.Also noch einmal das gleich Spiel wie in den letzten Tagen.

Es hat sich gezeigt, dass Cavendish in diesem Jahr ohne Unterstützung seiner Mannschaft nicht so große Chancen hat. Zudem ist er relativ "schmal" hat also bereits sein Gewicht zugunsten der nahen Olympia-Spiele reduziert. Das bedeutet auch weniger Kraft. Ich habe noch das Bild der Zeitlupe von seinen Beinen vom letzten Jahr vor Augen. Das sah doch noch ganz anders aus.

Um so erfreulicher aus deutscher Sicht, denn so hat Andre Greipel in diesem Jahr die Chance bei der Jagd nach dem grünen Trikot ganz vorn mit dabei zu sein. Bei der gestrigen Siegerehrung hat man gesehen, dass seine Physis derzeit auf einem absoluten Hoch ist. Und auch der Schlussspint gestern hat gezeigt, welche Kräfte er mobilisieren kann. Dabei ist ihm sicherlich auch zugute gekommen, dass er bei der Sprintwertung auf der Etappe nicht mitgegangen ist, und so Kraft gespart hat.

Er wird dadurch positiv bestärkt sein und heute nochmal sein Glück versuchen wollen. Und wenn der Lotto Belisol-Zug wieder so klappt sollte einem weiteren Etappensieg nichts im Wege stehen. Denn dass hat er eindeutig gesagt, Etappensiege gehen vor!.

Auch heute wird daher das Feld am Anfang Ausreißer ziehen lassen und irgendwann gemächlich mit der Nachführarbeit beginnen. Ob man wieder so ein Timing mit dem Einholen der Ausreißer hinbekommt wie gestern würde ich eher bezweifeln. Das Risiko dass die Ausreißer dann doch durchkommen ist einfach zu groß.

Ich gehe daher davon aus, dass man die Ausreißer im Bereich 20 - 30 km vor dem Ziel einholt und dann das Tempo so hoch hält, dass niemand mehr wegkommt. Die Gefahr eines Sturzes ist dann natürlich extrem hoch.

Noch ein Wort zu den Mitbewerbern um den Etappensieg. Matthew Goss hat gezeigt, dass er in der Spitzen mithalten kann. Aber ihm fehlt eine Mannschaftsunterstützung. Und eigenartigerweise hat man schon mehrfach den Eindruck gehabt, er sei der Anfahrer von Cavendish. Der versteht es geschickt ihn einzuspannen. Petacci hat es bisher nur einmal geschafft überhaupt in der Spitzengruppe zu landen. Aber er hat nicht die Kraft im Wind an einem anderen Fahrer vorbeizugehen. Cavendish bereitet sich wohl bereits auf die olympischen Spiele vor. Farrar hatte in den letzten Tagen so viel Pech, dass er auch nicht mehr den Mut und Elan hat vorn mitzufahren. Freire hat ebenfalls keine Mannschaft. Er hat zwar gestern den siebten Platz gemacht, aber ich denke, dass dies auch eher ein Zufallsprodukt war.

Wenn der Lotto-Zug funktioniert wird das Team um Greipel auf dem letzten Kilometer wieder mit 3 Leuten vorn sein. Daher mein Tipp: Greipel vor Goss vor Cavendish vor Freire. ;-)

Best Regards ;-)

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