Tour de France 2013

Freitag 28 Juni 2013 um 23:00

Es ist wieder so weit. Das größte Radrennen der Welt beginnt! Die Tour de France 2013. Es ist die 100. Tour de France, die in diesem Jahr ausgetragen wird. 

Ein Kollege fragte mich in den vergangenen Tagen, ob ich nach all den Doping-Skandalen überhaupt noch Lust hätte mir dieses Spektakel anzuschauen. Das kann ich zu 100 Prozent bejahen. Heute gab es einen Artikel auf Spiegel Online, der ziemlich genau beschreibt, wie es auch mir damit geht.

Ich würde auch genauso gern wieder die Olympischen Spiele im Fernsehen anschauen, obwohl ich auch dort weiß, dass der eine oder andere Athlet mit unlauteren Mitteln gearbeitet hat. Das bedeutet nicht, dass ich Doping gut heiße, im Gegenteil. Ich denke, dass ein solcher Betrug an den anderen Fahrern eine riesige Schweinerei ist. Aber ich bin auch so realistisch, dass ich mir gut vorstellen kann, dass die Verlockungen des Geldes zu groß sein kann.

Ich freue mich sehr auf die nächsten drei Wochen, auf die Berichte im Fernsehen, auf die Bilder der Landschaft vom Hubschrauber aus, auf die Massensprints, auf die Duelle in den Bergen, auf die taktischen Spielchen der Manschaften gegeneinander und miteinander. 

Etappenanalysen

Auch in diesem Jahr werde ich ausgehend von den sich Tag für Tag verändernden Situationen meine Etappenanalysen hier aufschreiben und werde versuchen vorherzusehen, wer die jeweilige Etappe gewinnt. Ich habe mal damit angefangen, weil es im Internet Gewinnspiele gab, bei denen es die Möglichkeit gab etwas zu gewinnen, wenn man den richtigen Tipp abgegeben hat. Mittlerweile finde ich die taktischen Spiele und die Beobachtung der Fahrer und das Verhalten der Mannschaften so spannend, dass ich auch weiterhin solche Analysen machen werde, obwohl es keine Gewinnspiele mehr gibt. Genauso wie letztes Jahr werde ich die hier veröffentlichen.

Weiterlesen Kein Kommentar

Malle, leider .... kalt !?

Freitag 15 März 2013 um 23:35

Die letzten Tage waren leider geprägt durch viele Dinge die zu machen und zu durchdenken waren. Mir blieb keine Zeit mich auf mein Frühjahrstrainingslager zu freuen und alles vorzubereiten. Und so kam es, dass ich leider auch nicht mehr rechtzeitig einige wichtige Dinge erledigen konnte. Und die Freude darauf blieb leider auch auf der Strecke.

Aber jetzt bin ich hier, habe den ersten Tag schon hinter mir, und spüre dieses wohlige Gefühl  nach einem harten Trainingstag. Meine Beine kribbeln und ich fühle diese wohlige Schwere. Hier also der Bericht über eine Woche Mallorca mit viel Radfahren ;-)

Weiterlesen

Verkehrsplan 2020

Donnerstag 06 September 2012 um 19:24

Im Spiegel gibt es einen Artikel zum Verkehrsplan 2020, der vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Zielrichtung ist eine Steigerung des Anteils der Radfahrer am Verkehr. Es handelt sich dabei lediglich um ein Papier für eine Strategische Ausrichtung, nicht aber um einen konkrete Umsetzungsplanung. Man darf darin also nicht konkrete Umsetzungsvorhaben vermuten.

Das ist auch nicht die Aufgabe der Politik, sie soll die Rahmenbedinungen schaffen, damit Fachleute Zielrichtungen für Umsetzungen bekommen. Aber wie sehen die Rahmenbedingungen zu den gesteckten Zielen denn aus? Was soll erreicht werden? Und sind die Ziele gemessen an den Entwicklungen der vergangenen Jahre noch zeitgemäß, oder vielleicht doch schon eher wieder überholt? Berücksichtigen die Ziele die besonderen Anforderungen von Metropolen und ländlichen Gegenden gleichermaßen? Und passen die Ziele zu den bereits begonnenen und beschlossenen Vorhaben?

Dazu ein Abriss und Bewertung aus meiner Sicht:

Weiterlesen Kein Kommentar

16. Etappe von Pau nach Bagneres de Luchon

Mittwoch 18 Juli 2012 um 07:43

Heute ist er da, der heftigste Bergtag der diesjährigen Tour. Von Pau, dem Tor zu den Pyrenäen, geht es in die Berge, und die Namen der Gipfel sind fast allen geläufig. Aubisque, Tourmalet, Aspin und Peyresourde. Zweimal HC, zweimal erste Kategorie.

Diese Etappe kann das Gesamtgefüge nochmal richtig durcheinander werfen. Am Anfang gibt es noch eine kleine Sprintwertung, aber dann werden die Sprinter hoffen nur noch durchzukommen. Von Lotto-Belisol und Orica-GreenEdge wird man daher dann nichts mehr sehen.

Da es nahe der spanischen Grenze ist wird sich Euskatel zeigen und versuchen vielleicht in einer Fluchtgruppe unterzukommen. Denn sie liegen alle recht weit hinten und spielen in der Gesamtwertung keine Rolle mehr. Man wird sie also fahren lassen.

Aber was passiert mit den Favoriten? Wiggins hat mit Froome das Feld bei den letzten Etappen sehr gut kontrolliert, die Mitfavoriten hatten keine Chance ihm wegzufahren. Durch die Reißnägel-Attacke wurde Ihnen ein weiterer Tag genommen, an dem sie hätten attackieren können. Die morgige Etappe ist zwar kürzer, aber noch brutaler als heute. Wenn also ein Versuch unternommen wird, dann heute!

Dazu müssen sie Wiggins von Froome separieren, und das ist sehr schwer, weil Froome so stark ist. BMC wird versuchen mit mindestens zwei Leute in der Gruppe des gelben Trikots mitzufahren, und nacheinander werden die Leute geschickt um Wiggins mit Froome mürbe zu machen. Mit dabei sicherlich Gilbert. Vielleicht ist das auch der Tag auf den Ivan Basso gewartet hat, um gleiches für Nibali zu leisten. Wiggins kann sich nicht ausschließlich auf das Zeitfahren verlassen, er wird die Attacken mitgehen müssen. Alles hängt an Froome, bricht er ein sehe ich heute abend einen anderen Fahrer im gelben Trikot. Aber wie der dann heißt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vielleicht auch Klöden, aber der ist sicherlich durch die Schleck-Geschichte eher demoralisiert (und dafür habe ich sogar Verständnis).

Daher also mein Tipp:
Nach der Sprintwertung wird sich eine Fluchtgruppe formieren, dabei mindestens ein Euskatel-Fahrer. Aber sie werden keine Chance bekommen durchzukommen. Denn das Feld mit dem gelben Trikot wird mit hoher Geschwindigkeit die Berge hochfahren um den Mitfavoriten keine Chance zu geben, wegzufahren. Wenn Froome den Druck und die Geschwindigkeit halten kann kommen auch heute alle Favoriten gemeinsam in Ziel, aber wenn Froome von BMC und Liquigas-Cannondale mürbe gefahren werden kann, wird Nibali oder Evans versuchen Wiggins zu distanzieren und ggf. das gelbe Trikot zu übernehmen. Die Abstände auf den Gesamtführenden werden dann auf jeden Fall neu sortiert werden.

Auch wenn ich ein absoluter Fan von Sprinterfinals bin, heute ist für mich einer der spannensten Tage überhaupt ;-)

Best Regards

Kein Kommentar

Schade, Schade, wann merken diese Leute was sie diesem Sport antun

Dienstag 17 Juli 2012 um 22:37

@Michael

Nein, ein direkten Draht zur Tour habe ich natürlich nicht, aber spannend wäre es schon ;-) Viele schauen die Tour de France, weil sie spektakuläre Bilder sehen wollen, Fahrer, die unglaubliche Anstrengungen leisten und unglaubliche Berge hochfahren, oder Sprinter die wie Rennpferde unglaubliche Endgeschwindigkeiten im Zielsprint erreichen. Das ist toll, das ist spannend, und für jeden, der selbst Rad fährt, gibt es die Möglichkeit dieses Feeling auch zu spüren. Das geht mir genau so. Andere schauen es gern im TV weil sie wunderschöne Bilder Frankreichs sehen, mit Schlössern und Burgen, herrlichen Bergen, wunderschöne Landschaften halt. Das finde ich auch wunderschön. Aber über alle diese Dinge hinaus sehe ich dort 20 Teams, Radfahrer unterschiedlichster Nationalitäten, die mit Teamgeist und Aufopferung für ein Ziel kämpfen dieses zu erreichen. Und die Ziele sind durchaus sehr unterschiedlich. Einige wollen den Gesamtsieger stellen oder zumindest mit unter die ersten fünf, andere wollen Etappen gewinnen, andere wieder wollen in den Bergen glänzen, aber alle nehmen in den drei Wochen an den gleichen Etappen teil. Und die Ziele verändern sich ständig. Das zu erkennen, einzuschätzen, zu analysieren macht mir einen unheimlichen Spass. Ich schaue mir also im Frühjahr schon die Fahrer und die Teams an. Ich schaue mir die Etappen an und ich schaue wie die Teams zusammengestellt werden. Und dann geht die Tour los und jetzt kommt alles in Bewegung und verändert sich von Tag zu Tag. Irsinnig spannend! Und das habe ich in den vergangen Jahren schon genau beobachtet und mir meine Gedanken gemacht. Anfangs lag ich häufig ziemlich daneben. Aber mittlerweile merke ich, dass ich mit meinen Einschätzungen immer besser werde. Und das macht Spass ;-) Ich freue mich, dass Du so begeistert bist. Eine Woche haben wir noch, und die wird sehr spannend. 

Ich denke, man kann meine Begeisterung spüren, aber an den Ruhetagen bin ich mit meiner Begeisterung immer ein wenig vorsichtig, weil das auch die Tage sind, an denen die Sportmagazine gern eine Bombe platzen lassen. Und leider haben wir in diesem Jahr wieder so eine Bombe!

Es ist klar, im Radsport wird, wie in anderen Profisportarten auch, viel Geld verdient. Und am meisten verdienen die Besten. Wenn man nicht zu den Besten gehört ist Radfahren sicherlich ein hartes Brot. Die Verletzungsgefahr ist groß, die Anstrengungen und das was man seinem Körper antut, sehr hart. Das Salär dafür meist eher so, dass man davon ganz gut leben kann, aber so viel verdienen, dass man mit 40 Jahren ausgesorgt hat, tun die wenigsten.

Das jemand, der in der Weltspitze mitfährt, nötig hat, unlautere Mittel einzusetzen ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber wir sehen, leider im Radsport gehäuft, dass es immer wieder solche Individuen gibt. Ich halte es da mit Jens Vogt. Auf den Scheiterhaufen mit Ihnen!!!!

Kein Kommentar

14. Etappe - von Limoux nach Foix

Sonntag 15 Juli 2012 um 10:29

Nach einer Woche Abstinenz von meinem Blog wegen Urlaub melde ich mich hier mit einem Ausblick auf die 14. Etappe zurück. Noch einmal einen kurzen Rückblick auf den gestriegen Tag, bei dem aus deutscher Sicht sehr erfreulichen Sieg von Andre Greipel im Sprintfinale. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu! 

Es war schon sehr fantastisch wie Wiggins das Feld in das Finale geführt hat. Und Greipel hatte das richtige Hinterrad. Im Sprint muss man nicht nur starke schnelle Beine haben sondern auch den richtgen Zug. Und nachdem die Reihe sich aufgelöst hatte konnte man erkennen, welche Kraft auch noch nach fast zwei Tourwochen vorhanden ist und mobilisiert werden kann. Aber die Zielgerade hätte auch nicht einen Meter länger sein dürfen. Sagan an seinem Hinterrad hätte es fast noch geschafft. 

Aber nun zur heutigen Etappe. Der Einstieg in die Pyrenäen geht heute über eine kleinere erste Bergwertung und zwei Berge der ersten Kategorie.

Es wird sicherlich unmittelbar nach dem Start die ersten Attacken geben, aber es wird dauern, bis sich eine richtige Fluchtgruppe zusammengestellt hat. Mittlerweile schaut man sich die Leute die dort vorn weg dürfen genau an. Man wird versuchen die Bergpunkte des ersten Anstiegs nicht an den derzeit Führenden der Bergwertung gehen zu lassen. Roland von Europcar ist nicht so weit hinter Kassiakof. Daher denke ich, dass Europcar versuchen wird die Punkt nicht in Astana-Land gehen zu lassen. Der beste Kletterer wäre Vöckler und ihn sehe ich auf jeden Fall da vorn mit als erstes durchgehen.

Die beiden Bergwertungen der ersten Kategorie haben es in sich, sie sind von dieser Seite sehr steil. Das wird Europcar nicht schaffen. Auch wird man Kassiakof und Roland nicht in die Fluchtgruppe lassen. Eine Sprintwertung gibt es auch noch auf der Strecke. Die beiden Anwärter auf das grüne Trikot werden vorn mit dabei sein, und da die Sprinter die beiden hohen Berg nicht mehr mit der ersten Gruppe schaffen werden, können sie hier nochmal reinhalten. An der Sprintwertung wird auf jeden Fall Greipel nochmal versucht näher an das Jersey heran zu kommen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Sagan das dadurch zu verhindern gedenkt, indem er versucht in die Fluchtgruppe mit hinein zu kommen. Aber das sollte Lotto Belisol, wenn sie wirklich noch Ambitionen auf das Grüne haben, verhindern können. 

Die Fluchtgruppe wird man sicherlich 10 Minuten weglassen, wenn nicht ausgesprochene Kletterer da drin sind, aber der Vorsprung wird an dem ersten Anstieg schnell aufgefressen werden. Wir haben in den letzten Tagen sehen können, wie gut Sky mit Wiggins und Froome solche Anstiege kontrollieren kann. 

Vielleicht versuchen Evans und Nibali wieder ihr Glück, aber ich denke, für eine wirkliche Attacke ist diese Etappe nicht geeignet. Es wird auf jeden Fall sehenswert sein, wie der erste Anstieg, 11,4 km mit im Schnitt 7 % genommen wird.

Der zweite Berg ist eine Premiere. Und dazu eine, die es in sich hat. Da wird man sehen können wie gut die Favoriten auf den Gesamtsieg noch reinhalten könne. An einigen Stellen hat er eine Steigung von 18 Prozent. Auf den letzten vier Kilometern sind es im Schnitt 10,8 Prozent. 

Deshalb gehe ich auch davon aus dass die Sprinter ihre Kräfte sparen und mit einem Grupetto hereinkommen werden und es nicht schaffen auf der Abfahrt nach Foix nochmal das Feld zu erreichen.

Also eine Etappe für Bardoneure wie Chavanell und ... Gilbert, von dem man in dieser Tour noch gar nicht viel sehen konnte. Er war zwar in den letzten Tagen immer mal wieder vorn mit dabei, aber eine Platzierung unter den ersten drei war bisher nicht dabei. Wenn Evans von jemand anderen eskortiert wird, wie bspw. Magnus Burghardt, könnte Gilbert auch versuchen in der Ausreißergruppe unterzukommen. Und dann wäre dieses Profil vielleicht dafür geeignet, dass er durchkommen kann. 

Daher also mein Fazit: Eine Fluchtgruppe mit Gilbert oder Chavanell kommt gut über die beiden hohen Berge und kann in der Abfahrt nach Foix den Abstand zu Feld halten. In Foix gewinnt der Stärkste der Ausreißergruppe die Etappe, das Feld mit allen Favoriten kommt mit einem Abstand von vielleicht einer Minute hinterher. Wir werden es erleben ;-)

Best Regards

Zwei Kommentare

7. Etappe - von Tomblaine nach La Plance des belles Filles

Samstag 07 Juli 2012 um 11:34

Schade, dass gestern Andre Greipel doch wohl so eingeschränkt war, dass er im Schlusssprint nicht mehr die nötige Kraft hatte. Aber Peter Sagan ist auch bärenstark, der muss auch erstmal geschlagen werden. Nachdem ich mir die Zielankunft einigemale angeschaut habe, habe ich aber auch festgestellt, dass Andre Greipel im Schlusssprint auch voll im Wind noch an einem anderen Fahrer vorbei musst. Kein Wunder, dass er nicht die volle Geschwindigkeit aufnehmen konnte. Aber ein zweiter Platz noch dem Schlusssprint gestern ist keine schlechte Leistung, im Gegenteil. 

Aber nun zu Etappe heute, die das Feld ein wenig durcheinander wirbeln wird. Heute geht es ins Mittelgebirge und die Prognosen, die in den letzten Tagen noch recht einfach waren werden heute schwerer werden.

Es geht über zwei Berge der dritten Kategorie und eine Schlussankunft mit einem Anstieg von 8,5 Prozent und knapp 6 km Länge. Das ist nichts mehr für Sprinter. Eine solche Etappe ist aber auch gefährlich für die Anwärter auf den Gesamtsieg, denn heute hätte auch ein Ausreißer die Möglichkeit durchzukommen. Man wird sich also eine Fluchtgruppe sehr genau anschauen, und nur die Fahrer weg lassen, die mit einem Etappensieg das Gesamtklassement nicht gefährden.

Auch die Wertungstrikots werden heute ihre Besitzer wechseln. Die Mannschaft um Cancellara hat in den letzten Tagen immer arbeiten müssen. Ich glaube nicht, dass sie es heute nochmal schaffen ihn in der Spitzengruppe ins Ziel zu bringen. Man wird in der Etappe schon früh beobachten können, wie sich die Mannschaft verhält. Ich vermute, sie wird sich eher nicht an der Nachführarbeit beteiligen, und so signalisieren, dass sie das Trikot nicht zwingend verteidigen wollen.

Durch die Zielankunft gibt es heute mehr Punkte für das gepunktete Trikot als bisher vergeben wurden. Schafft es der derzeit führende, Michael Mörköv nicht in eine Fluchtgruppe, wird das vermutlich der letzte Tag im gepunkteten Trikot sein. 

Durch den Rückstand, den Schleck gestern durch den Sturz einkassieren musste, wird er sich überlegen müssen, ob er durch eine gezielte Attacke den Rückstand wieder wettmacht. Und fraglich ist, ob die derzeit in der Gesamtwertung vorn liegenden Fahrer das akzeptieren. Allen voran Evan, Wiggins und Menchov. Ihnen kann dies derzeit ja nur recht sein. 

Aber denkbar wäre es. Nicht richtig zeigen konnte sich bisher Gilbert, vielleicht nutzt er auch dies als Möglichkeit. Ein heißer Favorit ist nach einem sehr guten Frühjahr auch Albasini. Man muss schauen, wer in der Fluchtgruppe akzeptiert wird, und wenn einer dieser Fahrer dabei ist, könnte ich mir auch vorstellen, dass er durchkommt.

Also, mein Fazit für die heutigen Etappe:
Es geht in die Berge und alles ist jetzt anders. Die Sprinter fallen zurück, die Fahrer gemäßigter Berge, Chavanell, Gilbert und vor allen Dingen Albasini könnten jetzt in den Focus rücken. Schleck wird versuchen seinen Rückstand zu verringern, alle anderen werden versuchen möglichst mit der ersten Verfolgergruppe reinzukommen.

Mein Tipp:
Eine Fluchtgruppe, die aus guten Fahrern besteht schafft den Durchbruch und Etappensieger wird Albansini.

Die Anwärter auf das Gesamtklassement kommen komplett rein, wenn Schleck es nicht schafft in der letzten Steigung weg zu kommen.

Best Regards ;-)

Kein Kommentar

6. Etappe - von Epernay nach Metz

Freitag 06 Juli 2012 um 07:21

Auch heute ist wieder ein Tag der Sprinter. Danach ist erst einmal Schluss für die Männer mit den schnellen Beinen. Die nächste Flachetappe gibt es dann erst wieder am 14.07.Also noch einmal das gleich Spiel wie in den letzten Tagen.

Es hat sich gezeigt, dass Cavendish in diesem Jahr ohne Unterstützung seiner Mannschaft nicht so große Chancen hat. Zudem ist er relativ "schmal" hat also bereits sein Gewicht zugunsten der nahen Olympia-Spiele reduziert. Das bedeutet auch weniger Kraft. Ich habe noch das Bild der Zeitlupe von seinen Beinen vom letzten Jahr vor Augen. Das sah doch noch ganz anders aus.

Um so erfreulicher aus deutscher Sicht, denn so hat Andre Greipel in diesem Jahr die Chance bei der Jagd nach dem grünen Trikot ganz vorn mit dabei zu sein. Bei der gestrigen Siegerehrung hat man gesehen, dass seine Physis derzeit auf einem absoluten Hoch ist. Und auch der Schlussspint gestern hat gezeigt, welche Kräfte er mobilisieren kann. Dabei ist ihm sicherlich auch zugute gekommen, dass er bei der Sprintwertung auf der Etappe nicht mitgegangen ist, und so Kraft gespart hat.

Er wird dadurch positiv bestärkt sein und heute nochmal sein Glück versuchen wollen. Und wenn der Lotto Belisol-Zug wieder so klappt sollte einem weiteren Etappensieg nichts im Wege stehen. Denn dass hat er eindeutig gesagt, Etappensiege gehen vor!.

Auch heute wird daher das Feld am Anfang Ausreißer ziehen lassen und irgendwann gemächlich mit der Nachführarbeit beginnen. Ob man wieder so ein Timing mit dem Einholen der Ausreißer hinbekommt wie gestern würde ich eher bezweifeln. Das Risiko dass die Ausreißer dann doch durchkommen ist einfach zu groß.

Ich gehe daher davon aus, dass man die Ausreißer im Bereich 20 - 30 km vor dem Ziel einholt und dann das Tempo so hoch hält, dass niemand mehr wegkommt. Die Gefahr eines Sturzes ist dann natürlich extrem hoch.

Noch ein Wort zu den Mitbewerbern um den Etappensieg. Matthew Goss hat gezeigt, dass er in der Spitzen mithalten kann. Aber ihm fehlt eine Mannschaftsunterstützung. Und eigenartigerweise hat man schon mehrfach den Eindruck gehabt, er sei der Anfahrer von Cavendish. Der versteht es geschickt ihn einzuspannen. Petacci hat es bisher nur einmal geschafft überhaupt in der Spitzengruppe zu landen. Aber er hat nicht die Kraft im Wind an einem anderen Fahrer vorbeizugehen. Cavendish bereitet sich wohl bereits auf die olympischen Spiele vor. Farrar hatte in den letzten Tagen so viel Pech, dass er auch nicht mehr den Mut und Elan hat vorn mitzufahren. Freire hat ebenfalls keine Mannschaft. Er hat zwar gestern den siebten Platz gemacht, aber ich denke, dass dies auch eher ein Zufallsprodukt war.

Wenn der Lotto-Zug funktioniert wird das Team um Greipel auf dem letzten Kilometer wieder mit 3 Leuten vorn sein. Daher mein Tipp: Greipel vor Goss vor Cavendish vor Freire. ;-)

Best Regards ;-)

Kein Kommentar